Gemeinnützige begrüßen Pläne zur Zweckwidmung der Wohnbauförderung

Wien (OTS) Als wichtiges Bekenntnis zur Aufrechterhaltung der finanziellen Leistungsfähigkeit der Wohnbauförderung wertet Karl Wurm, Obmann des Dachverbandes der gemeinnützigen Wohnungswirtschaft, den jüngsten Vorstoß von Finanzstaatssekretär Andreas Schieder und Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl zur Wiedereinführung einer Zweckbindung von Wohnbauförderungsmitteln.

Mit dem Finanzausgleich für die Jahre 2008 bis 2013 wurden die bisher für Wohnbau und Wohnhaussanierung zweckgewidmeten Zuschüsse des Bundes in Höhe von 1,78 Mrd. € abgeschafft und gingen in den allgemeinen Ertragsanteilen, die den Ländern überwiesen werden, auf, womit keine gesicherte Finanzierungsbasis für den geförderten Wohnbau mehr gegeben war. “Wenn es nun”, so Karl Wurm, “im Zuge der Neustrukturierung der Staatsfinanzen wieder zur Zweckwidmung der für den geförderten Wohnbau jährlich zur Verfügung stehenden Mittel käme, wäre das in vielerlei Hinsicht positiv.” Denn nicht nur was den Wohnungsbedarf von jährlich 48.000 neuen Wohnungen anbelangt, spräche alles für eine Steigerung im Wohnungsneubau - hier speziell im Bereich der geförderten Mietwohnungen – und der thermischen Sanierung, sondern auch aus Gründen einer stabilen Inlandsnachfrage und Kaufkraft durch den mietendämpfenden Effekt billiger Wohnbauförderungsmittel.

Nicht zu vergessen sind in diesem Zusammenhang natürlich die Vorteile für die Baukonjunktur und die Beschäftigungslage. “Der Wohnbau bringt”, betont der GBV-Obmann, “wie schon wiederholt von Seiten der Wirtschaftsforschung nachgewiesen, sowohl einen außerordentlich hohen Wachstumsschub für die Wirtschaft, als auch besonders positive Beschäftigungseffekte durch die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen.” Durch den im Neubau schon üblichen Niedrigstenergiestandard sowie der enormen Energieeinsparungen durch die thermische Sanierung trage der Wohnbau überdies auch maßgeblich zur angepeilten CO2-Reduktion bei.

Im Hinblick auf kalkulierbare Rahmenbedingungen für die Bauwirtschaft und die Beschäftigungslage am Bau wäre es günstig, wenn “möglichst bald ein Beschluss über eine Zweckwidmung von Wohnbauförderungsmitteln gefasst wird”, meint der GBV-Obmann. Dabei sollte es nicht um eine starre Festschreibung der Wohnbauförderungsmittel gehen, sondern um eine bedarfsgerechte Dotierung der für den Wohnbau zur Verfügung stehenden Mittel in den Budgets der Bundesländer. Als quantitative Richtgröße wäre dabei das Niveau der Wohnbauförderungsausgaben des Jahres 2008 ins Auge zu fassen – also jenem Jahr vor Aufhebung der Bundeszweckzuschüsse für den Wohnbau. An den Kapazitäten der Bauträger werde solch ein “Konjunkturimpuls” sicher nicht scheitern, ist Wurm überzeugt. Denn: “Baureife Projekte, die nur auf die Co-Finanzierung aus der Wohnbauförderung warten, haben wir genug.”

Rückfragehinweis: Mag. Karl Wurm Österreichischer Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen Tel.: 01/ 401 09 / DW 10