Abrechnungen

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Abrechnungen

Frist zur Legung der Abrechnungen und Recht auf Einsichtnahme

Jeder Mieter oder sonstiger Nutzungsberechtigter hat das Recht, dass ihm bis spätestens zum 30. Juni eines jeden Jahres nachstehende Abrechnungen übermittelt werden:

Je ein Exemplar der Abrechnungen ist auch an einer geeigneten Stelle zur Einsicht aufzulegen; das wird in der Regel am „Schwarzen Brett“ oder in einem sonst allgemein zugänglichen Teil des Hauses sein. Darüber hinaus ist den Mietern oder sonstigen Nutzungsberechtigten Einsicht in die Belege und Rechnungen – bei Belegen auf Datenträgern Einsicht in die Ausdrucke der Belege – zu gewähren. Die Belege liegen in der Regel bei der Hausverwaltung zur Einsicht auf. Auf Wunsch des Mieters oder sonstigen Nutzungsberechtigten können ihm auf seine Kosten auch Ablichtungen (Kopien) der Belege ausgehändigt werden.

Bei Contracting-Modellen ist auch eine Abrechnung über die Differenz zwischen Aufwendungen zur Senkung des Verbrauchs und den dadurch bewirkten Einsparungen bei laufenden, allenfalls dynamisierten Bewirtschaftungskosten über 15 Jahre

Einwendungen gegen eine Betriebskostenabrechnung

Gegen die Abrechnung die Betriebskosten, die öffentlichen Abgaben und die besonderen Aufwendungen von Gemeinschaftsanlagen betreffend können Mieter oder sonstige Nutzungsberechtigte begründete Einwendungen binnen 6 Monaten nach Auflage der Abrechnung erhoben werden. Werden innerhalb dieser Frist keine Einwendungen erhoben, so gilt die Abrechnung als endgültig geprüft und anerkannt.

Guthaben oder Fehlbetrag aus einer Betriebskostenabrechnung

Ergibt sich aus der Abrechnung ein Guthaben zugunsten der Mieter oder sonstigen Nutzungsberechtigten, so ist das Guthaben von der gemeinnützigen Bauvereinigung zum übernächsten Zinstermin an die Mieter oder sonstigen Nutzungsberechtigten zurückzuerstatten.

Ergibt sich aus der Abrechnung ein Fehlbetrag zu Lasten der Hauptmieter oder sonstigen Nutzungsberechtigten, so haben die Hauptmieter und sonstigen Nutzungsberechtigten diesen Fehltermin zum übernächsten Zinstermin nach Legung der Abrechnung zu zahlen.

Heizkostenabrechnung

Bis 6 Monate nach Ablauf der Abrechnungsperiode (Heizperiode) ist eine Abrechnung der Heiz- und Warmwasserkosten sowie der Verbrauchsanteile nach dem Heizkostenabrechnungsgesetz (HeizKG) zu legen. Die Abrechnung samt Belegsammlung muss an einer geeigneten Stelle zur Einsicht aufliegen. Eine Information über die Abrechnung (Abrechnungsübersicht) muss jedem Wärmeabnehmer (= Mieter oder Nutzungsberechtigter einer Mietwohnung oder Wohnungseigentümer) an die Anschrift des Nutzungsobjektes gesendet werden. Ein Wärmeabnehmer, der seine Wohnung nicht selbst nutzt, kann auch eine andere inländische Zustelladresse oder einen Zustellungsbevollmächtigten im Inland bekanntgeben für die Zusendung der Abrechnungsübersicht.

Bis spätestens 6 Monate nach Rechnungslegung kann der Wärmeabnehmer gegen die Abrechnung schriftlich begründete Einwendungen erheben.

Der Mieter einer Eigentumswohnung kann die Einsicht in die Information über die Abrechnung von seinem Wohnungseigentümer oder eine Kopie verlangen.